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Der Aussichtsturm ist das Markenzeichen

9. September 2022

Besucher bei einer Führung über den 1635 Meter langen Baumwipfelpfad im Naturerlebnispark Panarbora | Bild: © Joachim Gies

Schon von Weitem sichtbar ragt der knapp 40 Meter hohe Holzaussichtsturm zwischen den Wäldern im Bergischen Land in die Höhe. Er ist das charakteristische Merkmal des Panarbora Parks und macht Vorbeifahrende neugierig. Doch was erwartet Besucher dort eigentlich?

Zusammengesetzt ist der Parkname aus „Pan“, dem griechischen Gott des Waldes, der Hirten und der Natur. „Arbora“ ist das lateinische Wort für Baum – soweit die Erklärung der Wortbedeutungen. Aber so richtig helfen sie der bildlichen Vorstellungskraft nicht wirklich weiter. Also: Nichts wie hinfahren, um herauszufinden, was es dort zu entdecken gibt – und es lohnt sich.

Ein Navi braucht man schon, um das hinter Windeck gelegene Naturschätzchen zu finden. Parkplätze vor Ort gibt es reichlich. Wer die vier Euro Parkgebühr nicht zahlen möchte, stellt sein Auto einfach gegenüber dem Park ab.

Direkt rechts neben Haupteingang befindet sich schon der Aufstieg zum Holzturm sowie dem daran angeschlossenen Baumwipfelpfad – definitiv die Hauptattraktion des Parks. Wie durch ein Schraubengewinde geht es den barrierefreien Weg nach oben. Dabei kommt man mit jeder Spiralwindung höher, und das sorgt bei so manch einem für ein Schwindelgefühl. Besonders dann, wenn die beiden zwei- und dreijährigen Söhne meinen, dabei fangen spielen zu müssen.

Erstaunlicherweise aber fällt unsere Rasselbande mit ihrem quirligen Vergnügen kaum auf. Denn die meisten Besucher sind andere Familien aller Generationen: Großeltern mit Kleinkindern an ihren Händen oder Eltern mit ihren Babys in Tragtüchern.

Bei klarem Wetter sind Kölner Dom und Siebengebirge zu erkennen
Nach etlichen Windungen sind wir oben angekommen. Der atemberaubende Ausblick über das Bergische Land bis hin über den Westerwald hinaus entschädigt unseren hastigen Aufstieg. Bei klarem Wetter kann man sogar den Kölner Dom und das Siebengebirge erkennen. Ein drehbares Glas zum Durchschauen – ähnlich einem Fernglas – zeigt, welche markanten Charakteristika, etwa Fernsehtürme oder Städte, es wo zu sehen gibt.

Eigentlich hätte ich diese wundervolle Aussicht genießen können. Doch meine lieben Kinder springen schon längst auf den Geschichtstafeln in der Mitte der Plattform herum und versperren damit Wissbegierigen die Sicht auf die Waldbröler Geschichte, die dort liebevoll ausgestellt ist.

An einem Geländer der Plattform hält sich eine Frau mit sichtbarer Höhenangst fest: Zum Glück gibt es hier überall Sicherheitssäulen, bei denen man im Falle eines Falles den Notruf tätigen kann. Auch wenn sich das Wetter am Boden behaglich anfühlt, kann oben doch ein frischer Wind wehen. Eine Jacke sollte man auch bei Sonnenschein im Gepäck haben.

Dann geht es schnell wieder bergab. Dabei überholen wir zügig einige Rollstuhlfahrer und Menschen auf Krücken. Die Kinder kennen keine Gnade. Schließlich sind wir an der Biegung zum Baumwipfelpfad angekommen. Auf immer noch 23 Metern Höhe beginnt hier ein Waldspaziergang der besonderen Art. Obwohl wir keine Brise spüren, wackelt das grüne Blätterreich ordentlich.

Bei einem Blick über das Geländer hinaus in die Tiefe hinein wird mir direkt wieder bewusst, dass wir uns inmitten der Baumkronen befinden. Unterwegs kommen wir noch einmal an einer spektakulären Aussichtsplattform vorbei. Hobbyfotografen kommen auch hier auf ihre Kosten. Oder man atmet sich die Seele frei: Inmitten der „Arboras“ fange ich langsam an zu glauben, dass Pan gleich seine Hand auf meine Schulter legen wird. Hier oben herrscht eine unbeschreibliche Ruhe. An sechs interaktiven Stationen rund um das Erleben aller Sinne lernen große und kleine Forscher spielerisch Wissenswertes über die heimische Tier- und Pflanzenwelt der Region. Schließlich mündet der Baumwipfelpfad wieder am Turm. „Nochmal“, schreien die Kinder, aber wir wollen lieber noch das Angebot des Parks am Boden erkunden.

Zuerst kommen wir am Restaurant mit großem Außenbereich vorbei. Es grenzt direkt an einen riesigen Abenteuerspielplatz an und lässt hoffen, dass Eltern hier in Ruhe essen können. Während Vater und Mutter noch einen Kaffee nach den Speisen genießen, können sich die Kleinen in Sichtweite austoben. Bei Regenwetter ist ausreichend Platz, um drinnen zu essen. Auch hier gibt es Spieltische und viel Abwechslung. Doch sonst gibt es im Park wenig, das bei Regen noch attraktiv scheint. Die meisten Sachen befinden sich draußen und sind nicht überdacht. Nicht einmal „Arboras“ spenden hier viel Schatten.

Der Streichelzoo ist für Kinder ein Muss
Ein kleines Gehege mit Zicklein und einem ausgewachsenen Bock mit geschwungenen Hörnern sorgen bei den Kindern für Freude. Ein Stück weiter gibt es Schweinchen hinter einem Zaun zu betrachten. Unsere „Peppa Pig“-Fans sind begeistert von den echten „Wutzen“. Direkt gegenüber befindet sich der Heckenirrgarten.

Ein kleines Labyrinth aus Gebüschen lädt zum Herumlaufen ein. Nicht mehr ganz so kleine Kinder laufen aber nicht wirklich in Gefahr, sich hier zu verirren. Zwischendrin gibt es tolle Klettermöglichkeiten aus Holz. Doch der wahre Renner bei den Kindern sind die Spieltunnel. Zwischen kleinen Erdhügeln, die in wenigen Abständen zueinanderstehen, sind Rundtunnel einbetoniert. Darin kann man prima Fangen spielen oder sich in unterschiedlichen Röhren voreinander verstecken. Auch als Erwachsener kann man darin noch toben. Die Luft darin ist schön kühl und angenehm. Doch außerhalb der Tunnel gibt es keine Sitzmöglichkeiten, um das ausgiebige Versteckspiel der Kinder abzuwarten. Wir sind, abgesehen vom Turm, fast den ganzen Nachmittag bei den Tunneln, weil die Kinder nicht mehr davon wegzubewegen sind. Entgangen sind uns dadurch der Sinnesrundweg, der Kräutergarten sowie ein Spaziergang durch die verschiedenen Themendörfer. Hier gibt es Übernachtungsmöglichkeiten für Paare und Familien. Das vielfältige Angebot am Boden, das bei unserem Besuch fast nur aus Streichelzoo und Tunneln bestanden hat, möchten wir gern besser kennenlernen und so werden wir sicher noch einmal kommen.

Ehemaliges Militärgelände
Der Landesverband Rheinland des Deutschen Jugendherbergswerks (DJH) betreibt seit 2015 den Naturerlebnispark Panarbora. Er liegt mitten im Nutscheid, einem Höhenzug zwischen Sieg und Bröl. Dort, wo heute ein Dreiklang aus Natur, Vergnügen und Umweltbildung angestrebt wird, befand sich einst militärisch genutzte Fläche. „Das Gelände war früher in der Tat ein Teil von mehreren Konversionsflächen in der Stadt, also Militärgelände“, schreibt der Waldbröler Stadtsprecher Eckhard Becker. Heute lockt der 1635 Meter lange, barrierefreie Baumwipfelpfad täglich Besucher aus der Kölner und Bonner Region in den Naturpark. Auch kommen viele Klassen und Kindergartengruppen hierher.

Quelle: General-Anzeiger

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